Song der Woche: YELLOW SNOW

Schnee mitten im Sommer?
Bei Capulco mit dem Song der Woche gar kein Thema! Heute geht es allerdings nicht um irgendeinen Schnee – nein – es geht um gelben Schnee.
Unser sehr Ska-lastiger Track Yellow Snow klingt auf den ersten Blick sehr fröhlich und auch auf den zweiten Blick geht es um´s auf die Kacke hauen, Feiern und Dosen stechen. Low life for high people eben!
So geht es in der ersten Strophe um einen glücklichen, zufriedenen Protagonisten, der sich vornimmt heute Gott einfach mal einen guten Mann sein zu lassen, einen gechillten Song zu schreiben und ein bisschen die Bude zu rocken. Schnell wird klar, dass erstmal was zu saufen her muss. Scheiß egal, dass halb 9 morgens ist. Kann man ja mal machen… Folge – Filmriss. Der Tag dümpelt dann noch ein bisschen vor sich hin bis die Lichter dann zum zweiten mal ausgehen.
In der zweiten Strophe wird dann klar, dass unser Held eigentlich ganz andere Pläne hatte. Er will gesund sein. Clean und glücklich. Er widmet sich also wieder seinem Projekt: einen gechillten Song zu schreiben. Und hier wiederholt sich der alte Kreislauf. Er kommt einfach nicht weg vom Alk, vom Gras und vom Schnee. Das ist ihm auch in einem kurzen Moment der Klarheit bewusst, aber bevor er wirklich was tun kann, hat er sich schon wieder weg geschossen und fühlt sich vermeintlich stark, unsterblich und voll Punk.
Moralkeule? Vielleicht. Aber wir alle kennen Leute, die es einfach übertreiben oder übertrieben haben. Wie viele Weggefährten haben wir verloren und wieviele Leute haben sich durch den Scheiß nachhaltig verändert? Wer schon mal auf einem unserer Konzerte war weiß, dass wir nicht wirklich straight edge leben, aber ab und zu tut ein bisschen Klarheit einfach gut.
Viel Spaß beim hören!

P.S.: Und nächste Woche schauen wir mal was von den naiven Träumen der Kinder übrig bleibt, wenn sie erwachsen werden.

Song der Woche: THANK YOU

Oi Oi!
Diese Woche geht es um unseren Song „Thank You!“, der sich im Wesentlichen um die Segnungen des des modernen Lebens dreht: Fernsehen, Zocken, Pornos.
Aber eins mussten wir bei der Lektüre der Lyrics erschreckt feststellen. Wir sind wirklich alt und machen das schon sehr lange :´D. Eine der Inspirationen für den Song waren die damaligen Medienberichte über in die Abhängigkeit abrutschende WOW-Zocker. Die Junkies unserer späten Jugend. Heute zockt jeder MMORPGs und Gaming ist ein (bezahlter) Sport geworden. Aber wer kennt eigentlich noch die Website „The Hun“? Gibt es die überhaupt noch? Egal – zurück zum Song: Es geht also um George –  den Stereotypen eines Chips fressenden, halb verwesten, bei Mama wohnenden, übermäßig onaniernenden Online-Zockers, der von Raid zu Raid zieht und sich freut, dass er die der Online Welt auch auf seinem Smartphone genießen kann. Ausserdem mag er Fernsehen und die Anonymität des Cyberspace. Na? Wer erkennt hier sein 17-jähriges ich wieder?
Wie gesagt – der Text ist zwar ein bisschen aus der Zeit gefallen, aber irgendwo immernoch aktuell, denn bei allem Spaß sorgt die zunehmende Digitalisierung des Alltags schon für die Isolation einzelner Menschen und sicher auch für die ein oder andere handfeste Depression. Auch das Verhältnis zur Sexualität hat sich mit dem Internet ganz sicher nachhaltig verändert. Das kann einen Menschen ziemlich verwirren. Was wollten wir damals also sagen? Das selbe wie heute: Geht raus! Trefft Leute! Seid gesellig! Trinkt Bier und liebt euch!
Aber natürlich könnt ihr trotzdem von Zeit zu Zeit im stillen Kämmerchen vor dem Rechner das Kasperle oder die Prinzessin klatschen 😉
Auf musikalischer Ebene ist der Song „Prädikat: Capulco mittelschnell“ und geht trotz der zurück genommenen Strophe gut nach vorne. Wenig Schnörkel, keine Umwege und auf den Punkt.
Viel Spaß beim hören!
P.S.: Nächste Woche schauen wir uns dann mal an warum bzw. ob man gelben Schnee wirklich nicht essen sollte und ob ein Drink um halb 9 morgens denn Sünde sein kann.

Song der Woche: BALLS

Hallo liebe Freunde!
Es ist wieder Zeit für den „Song der Woche“. Wie letztes Mal angekündigt wenden wir uns in diesem Post dem wunderbaren Machwerk „Balls“ zu.

Auf der musikalischen Ebene haben wir diemal ein bisschen mehr Tempo vorgelegt, als beim Breakup Song. Das ganze geht eher in die Fat Records und College Punk Richtung und hat mehr Backings zu bieten. In diesem Song finden sich aber auch Anleihen aus Ska und sogar Jazz (0:51 😉 )! Vom Timing her ein Klassischer Capulco Song mit knackigen 1:48 Minuten. Das muss manchmal reichen um das Wichtigste zu sagen…  Der Song ist auf unserem 2011er Album „Come get Some!“. Geschrieben wurde er so um 2009 rum.
Worum geht´s also? Der arme Protagonist gehörte früher eher zur Raupe und Rosinen als zur Rindsriemen und Knödel Fraktion, wenn ihr versteht… Wir erzählen euch also die Geschichte wie er diesen Umstand durch die Annahme der Angebote in seinem Spam Ordner ändern konnte. Heute ist er „More a horse than a man“ auch wenn er dank grün schimmerndem Wienerle nun auch nachts entspannt ohne Licht lesen kann. Ende gut – alles Gut! Moral von der Geschichte?
Keine.
Zieht es Euch rein!

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P.S.: Und nächste Woche schauen wir dann mal wie Porno-Sites die keiner mehr kennt, MMORPGs und das Fernsehen zusammmen hängen.